Familienschlüssel

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1

Chelicerenstellung orthognath: Grundglieder parallel nach vorne; Klauenglieder annähernd parallel gerichtet

  2  

- Chelicerenstellung labidognath: Grundglieder nach unten weisend, Klauenglieder einander zugewandt. (Bei manchen labidognathen Spinnen können die Spitzen der Klauenglieder schräg aufeinander zulaufen (z.B. Dysderidae); stets verlaufen jedoch die Grundglieder der Cheliceren (schräg oder senkrecht) nach unten

  7  

2
(1)

Sechs Spinnwarzen; Prosoma und Habitus wie Abb.

Atypidae

-

Zwei oder vier Spinnwarzen

  3  

3
(2)

Tarsus mit feinem Haarbüschel, dritte Kralle fehlt (ein Krallenpaar vorhanden)

Theraphosidae

-

Tarsus ohne feine Haarbüschel, dritte Kralle vorhanden

  4  

4
(3)

Dichte Scopulae an vorderen Tarsen und Metatarsen

  5  

-

Keine dichten Scopulae an vorderen Tarsen und Metatarsen (oder nur sehr dünne bei Männchen)

  6  

5
(4)

Augenfeld ohne Auswuchs

Cyrtaucheniidae

-

Augenfeld mit Auswuchs, Prosoma mit rekurver oder kurzer, geraden Fovea

Nemesiidae

6
(4)

Vordere Tarsen oder Metatarsen ohne dichtes Stachelfeld, hintere seitliche Spinnwarzen sehr lang, hintere mittlere Spinnwarzen mit weitem Abstand zueinander, Fovea eine offene, breite Grube, Labium mit zahlreichen rundlichen, zahnartigen Vorsprüngen (cuspules)

Macrothelidae

-

Vordere Tarsen oder Metatarsen mit dichtem Stachelfeld, Spinnwarzen kurz

Ctenizidae

7
(1)

Vordere Mittelaugen deutlich grösser als andere Augen, scheinwerferartig; Augenfeld von dorsal betrachtet, viereckig (die Hinteraugen der Salticidae können aufgrund ihrer Kleinheit für den Anfänger schwierig zu erkennen sein; sie sind aber immer vorhanden!); Habitus wie Abb.

Salticidae

- Vordere Mittelaugen normalerweise nicht deutlich grösser als andere; wenn vordere Mittelaugen doch grösser als restliche Augen, dann Augenfeld in Dorsalansicht nicht viereckig

  8  

8
(7)
Nur ein Paar Spinnwarzen deutlich ausgebildet (die anderen reduziert und kaum sichtbar oder fehlend); Serrula vorhanden oder fehlend

  9  

-

Drei Paar Spinnwarzen deutlich ausgebildet; Serrula vorhanden. (Die Spinnwarzen können unterschiedlich gross sein, v.a. die mittleren Spinnwarzen sind meist relativ klein und vom vorderen und hinteren Spinnwarzenpaar +/- verdeckt)

  10  

9
(8)

Vordere laterale Spinnwarzen lang; Serrula fehlend; Chelicerenklauen kurz; frei jagende Spinnen. Habitus wie Abb.

Zodariidae

-

Serrula vorhanden; Femur I stark verdickt

Palpimanidae

10
(8)

Hintere Mittel- und Seitenaugen bilden, von vorne betrachtet, ein gleichseitiges Sechseck; Beine mit langen Stacheln; Opisthosoma spitz zulaufend; Habitus wie Abb.; frei jagend

Oxyopidae

- Augenstellung anders

  11  

11
(10)

Hintere Seitenaugen grösser als alle anderen Augen; Männchen mit charakteristischem Borstenbüschel auf den vorderen Spinnwarzen; Prosoma mit typischem Streifenmuster; Spitzen der Tarsen mit Scopulahaaren. Habitus wie Abb.; freilaufend am Boden

Miturgidae
(in part.)

- Hintere Seitenaugen nicht grösser als andere Augen; Borstenbüschel auf vorderen Spinnwarzen der Männchen fehlend

  12  

12
(11)
Augen in drei deutlich getrennten Reihen angeordnet: Vordere Augen - hintere Mittelaugen - hintere Seitenaugen. (Einige der nicht unter 13 genannten Spinnen zeigen Anklänge an diese Augenstellung: Bei Textrix (Agelenidae) sind die hinteren Mittelaugen deutlich grösser als die hinteren Seitenaugen. Bei Zoropsis (Zoropsidae) sind die vorderen Mittelaugen deutlich kleiner als die vorderen Seitenaugen und der Schnittpunkt der beiden Geraden (i) Prosoma-Mittellinie und (ii) Verbindungslinie hintere Seitenaugen / hintere Mittelaugen liegt, ebenso wie bei manchen anderen Spinnen (z.B. einigen Thomisidae) deutlich hinter dem Prosoma-Vorderrand; vgl. 13)

  13  

- Augen anders

  14  

13
(12)

Verbindungslinie hintere Seitenaugen - hintere Mittelaugen schneidet Mittellinie des Carapax am Prosoma-Vorderrand oder knapp dahinter; Augenstellung wie Abb.; freijagend; Weibchen tragen Kokon in den Cheliceren

Pisauridae

-

Verbindungslinie hintere Seitenaugen - hintere Mittelaugen schneidet Mittellinie des Carapax vor dem Prosoma-Vorderrand; Augenstellung wie Abb.; freijagend, Weibchen tragen Kokon an den Spinnwarzen angeheftet

Lycosidae

14
(12)

Stellung der vorderen beiden Beinpaare laterigrad, mit den ursprünglichen Unterseiten nach vorn gerichtet, dadurch "krabbenartiges" Erscheinungsbild wie Abb.. (Augen oft weiss umrandet)

  15  

- Stellung der vorderen beiden Beinpaare nicht laterigrad

  18  

15
(14)
Beine I und II auffällig länger und oft auch dicker als Beine III, IV; Augen oft auf einem Höcker

Thomisidae

- Beine I und II nicht auffällig länger und dicker als Beine III und IV

  16  

16
(15)
Scopulahaare auf Tarsen und Metatarsen (Ausnahme Philodromidae: Tibellus und Thanatus mit Scopulae an Tarsus und Metatarsus)

Sparassidae

-

Scopulahaare nur an den Tarsenspitzen

  17  

17
(16)

Augenstellung und Habitus wie Abb.

Philodromidae

- Augen in 2 Reihen wie Abb.; sehr flache Spinne; in Europa nur mit einer Art vetreten; Mittelmeergebiet

Selenopidae

18
(14)
Augenstellung wie Abb.; Beine auffallend lang und dünn

  19  

- Augen anders

  20  

19
(18)
Augen (vordere Seitenaugen, hintere Seitenaugen, hintere Mittelaugen) in zwei Gruppen von je 3 Augen angeordnet, dazwischen kann ein Paar kleiner vorderer Mittelaugen vorhanden sein oder fehlen; in irregulären Netzen, sehr oft synanthrop

Pholcidae

- Vier Augen in einer Gruppe, dahinter ein Paar weiterer Augen (haplogyn; kleine, kaum pigmentierte, sehr seltene Spinnen in Höhlen und höhlenartigen Habitaten)

Leptonetidae

-

4 Augen; Cheliceren zumindest an der Basis zusammengewachsen; sehr kleine Spinnen (< 0.6 mm). In Europa nur mit einer Art vertreten (Portugal); Höhlenbewohner

Symphytognathidae

20
(18)
Haplogyne Spinnen: Weibchen ohne Epigyne; Männchen mit birnen-, zwiebel-, oder flaschenförmigem Bulbus; basaler, meist verdickter Teil des Bulbus nur wenig vom Cymbium bedeckt (fast immer 6 Augen)

  21  

- Entelegyne Spinnen: Weibchen mit Epigyne; Männchen mit mehrteiligem Bulbus, dessen basaler Teil weitgehend vom Cymbium bedeckt ist (meist 8 Augen)

  27  

21
(20)
Augen in einer geschlossenen Gruppe beisammen stehend: Alle Augen um deutlich weniger als einen Augendurchmesser voneinander entfernt. (Ausnahme: Abstand zwischen Vorderaugen und Hinteraugen kann grösser sein, sodass die Augen dann einen geschlossenen Ring bilden)

  22  

- Augen nicht in geschlossener Gruppe: Augen oder Gruppen von Augen durch deutliche Zwischenräume (> Augendurchmesser) getrennt

  24  

22
(21)
8 Augen; das sehr lange Labium nahtlos mit dem Sternum verwachsen; Weibchen mit kurzem, proximalem Calamistrum; Habitus wie Abb. (nur in südlichsten Gebieten)

Filistatidae

- 6 Augen; Labium nicht nahtlos mit Sternum verwachsen, sondern zumindest durch eine Naht abgegliedert; immer ohne Calamistrum. (Bei den sehr kleinen Oonopidae kann die Naht des Labium schwer zu sehen sein, dann ist aber das Labium nicht auffallend lange. Spinnen in Alkohol zeigen die Beine oft in charakteristischer Art und Weise um bis zu > 360° ringelartig eingedreht)

  23  

23
(22)
Körperlänge kleiner oder gleich 2 mm, mit massiven Scutumbildungen am Opisthosoma und gepanzerten Pleuren oder blass weisslich bis rötlich. Augen wie Abb.(selten)

Oonopidae

- Körperlänge > 3 mm, anderer Habitus, vgl. Abb.

Dysderidae

24
(21)
Buchlungen fehlen, ersetzt durch ein Paar Tracheenstigmen beiderseits der Epigyne; Beine sehr lang und dünn, > 6 mal Prosomalänge; Körperlänge < 2 mm; in Höhlen; in Europa nur mit einer Art vetreten (Frankreich, Spanien)

Telemidae

- Buchlungen vorhanden

  25  

25
(24)
Tarsus der Laufbeine mit 2 Krallen; Habitus wie Abb.

Sicariidae

- Tarsus der Laufbeine mit 3 Krallen

  26  

26
(25)

Körperfärbung düster grau, schwarz, oder dunkelbraun; Prosoma nicht auffällig gemustert; Beinstellung charakteristisch: Beine I-III nach vorne gerichtet; Beine nicht auffallend dünn; Augen und Habitus wie Abb.

Segestriidae

- Körperfärbung hell rötlich bis gelblich braun; Prosoma sehr hoch; Augen wie Abb.; Körper mit auffallender schwarzer Musterung; Beinstellung normal, Beine sehr dünn. (In Mitteleuropa fast nur synanthrop, in südlichen Gebieten auch freilebend)

Scytodidae

27
(20)
Tarsus der Laufbeine mit 3 Krallen, mittlere Kralle oft klein und von Haarbüscheln bedeckt, dann am besten von der Unterseite zu sehen; die dichte Scopula-Behaarung ist in diesem Fall meistens in zwei Polster unterteilt, zwischen denen die oft dunkel glänzende Mittelkralle zu sehen ist; kann bei Kleinspinnen schwierig zu erkennen sein, indirekte Beleuchtung!

  28  

- Tarsus der Laufbeine mit 2 Krallen

  55  

28
(27)

Hintere Spinnwarzen sehr lang, an der Innenseite mit einer Reihe Spinnseide produzierender Tubuli

Hersiliidae

- Anders

  29  

29
(28)
Seitenaugen bilden ein Viereck über die gesamte Breite des Prosoma; Weibchen - manchmal mit Ausnahme der vordersten Kopfregion - einfarbig schwarz und mit Cribellum/Calamistrum; Männchen mit zinnoberrotem Hinterleib mit 2-3 schwarzen Fleckenpaaren; Körper samtartig behaart; Weibchen in flächigen, cribellaten Netzen, die in einer Röhre enden; an Xerothermstandorten; selten

Eresidae

- Augen anders

  30  

30
(29)

Zwischen den langen hinteren Spinnwarzen ein auffallender Analhügel mit sternförmig angeordneten Borsten; Habitus wie Abb.

Oecobiidae

- Analhügel normal (hintere Spinnwarzen kurz oder lang)

  31  

31
(30)
Tarsus dorsal mit 0-2 Trichobothrien

  32  

- Tarsus dorsal mit mindestens 3 Trichobothrien

  48  

32
(31)
Pedipalpenfemur prolateral mit einer Gruppe von dickeren Borsten (beide Geschlechter); männlicher Metatarsus I stark modifiziert; cribellat; in Europa nur mit einer Art vertreten (Türkei)

Phyxelididae

- Anders

  33  

33
(32)

Prosoma und Habitus wie Abb.; cribellat; in horizontalem Radnetz oder in Dreiecksnetz

Uloboridae

- Habitus anders (cribellat oder ecribellat)

  34  

34
(33)
Spinnwarzen in einer Querreihe stehend

Hahniidae
ad part. (Hahnia, Antistea)

- Spinnwarzen nicht so

  35  

35
(34)
Vordere Spinnwarzen um das Doppelte ihres Durchmessers getrennt, nicht in einer Querreihe stehend (Männchen mit gewundenem, langen, nach hinten bis an den Anfang der Tibia reichenden Embolus; Weibchen entsprechend mit langen, unregelmässig verlaufenden Einführgängen, die durch die Epigyne +/- hindurchscheinen; sehr selten)

Hahniidae
(Tuberta)

-

Spinnwarzen anders

  36  

36
(35)

Cribellate Spinnen; Weibchen mit Cribellum vor den Spinnwarzen, und mit Calamistrum; Männchen mit einem breiten Rudiment eines Cribellums; Calamistrum 1-reihig

  37  

-

Nicht cribellat, vor den Spinnwarzen ein zipfelartiger Colulus oder Colulus reduziert (im letzteren Fall - besonders bei Kleinformen - sind meist 2 bis mehrere Borsten anstelle eines Colulus vorhanden)

  38  

37
(36)

Gnathocoxen konvergieren apikal; kurze dichte Behaarung auf Prosoma und Opisthosoma

Dictynidae
ad part. (excl. Cicurina, Chorizomma, Mizaga, Mastigusa)

-

Gnathocoxen annähernd parallel; Cheliceren der Männchen oft mit kurzen lateralen Stacheln, bei den Weibchen weniger deutlich ausgeprägt (Ausnahme: Pandava laminata)

Titanoecidae

38
(36)
Sternum mit zwei Vertiefungen am Vorderrand; das kugelige Opisthosoma gewöhnlich weit über das Prosoma gewölbt; Zeichnungsmuster wie Abb. eine seltene Kleinform (Körperlänge < 3 mm)

Theridiosomatidae

- Sternum ohne Vertiefungen am Vorderrand (Opisthosoma gewöhnlich nur wenig über das Prosoma gewölbt)

  39  

39
(38)
Labrum mit einer sklerotisierten Vorwölbung zwischen die Cheliceren ragend; Pleuren sklerotisiert; Körperlänge < 2 mm (Habitus unverwechselbar: Augen sehr klein, Körperfärbung rötlich, Körper stark gepanzert; selten)

Anapidae

- Labrum ohne sklerotisierte Vorwölbung; Pleuren gewöhnlich mit höchstens einzelnen Skleriten; falls Pleuren stärker sklerotisiert, dann Körperlänge > 3 mm und/oder andere Färbung

  40  

40
(39)

Zumindest Weibchen mit dunklem Tuberkel proximal auf Femur I; Männchen mit starkem Dorn prolateral auf Metatarsus I; Habitus wie Abb.

Mysmenidae

- Anders

  41  

41
(40)
Cheliceren mit Kiel, endet als starker Chelicerenzahn; sehr seltene Zwergformen; Körperlänge < 3 mm

Synaphridae

- Anders

  42  

42
(41)
Tibia, Metatarsus I und II mit einer Reihe langer Stacheln, zwischen denen kürzere Stacheln liegen; Opisthosoma mit mindestens 1 Paar Höckern; Habitus wie Abb.

Mimetidae

- Tibia und Metatarsus I und II normalerweise ohne auffallende Stachelreihen; wenn Stachelreihen vorhanden, dann Opisthosoma ohne Höcker

  43  

43
(42)

Taster des Männchens mit riesigem, dunklen, proximalen Paracymbium; Weibchen mit Reihe verstärkter und gezähnter Borsten ventral am Tarsus IV; Labium distal mit weisslichem Wulst wie Abb.; Epigyne wie Abb.

Nesticidae

- Anders

  44  

44
(43)
Taster des Männchens mit kleinem distalen Paracymbium oder Paracymbium fehlend; Palpentibia tütenförmig-eng dem Cymbium anliegend, mit löffelartigem Vorderrand auf der Ventralseite (bedeckt oft hintersten Bereich des Bulbus); Weibchen mit Reihe verstärkter und gezähnter Borsten ventral am Tarsus IV - diese manchmal schwer erkennbar - oder in mehreren Reihen; Labium meist ohne distalen Wulst; wenn Wulst angedeutet, dann Epigyne anders als Abb. (Pigment der Hinteraugen meist heller als das der vorderen Mittelaugen; hintere Mittelaugen oft auffallend silbrig-weiss; Cheliceren meist schwach oder gar nicht bezahnt)

Theridiidae

- Weibchen ohne Reihe verstärkter Borsten am Tarsus IV; männlicher Taster anders; Labium mit oder ohne Wulst (Cheliceren meist mit zwei deutlichen Zähnchenreihen)

  45  

45
(44)
Gnathocoxen mindestens 1,5 mal so lange wie breit (Cheliceren oft gross und divergierend; Paracymbium des männlichen Tasters fast immer sehr lang oder gross und breit; in Radnetzen mit offener Nabe)

Tetragnathidae

- Gnathocoxen weniger lang (ähnlich Abb.)

  46  

46
(45)
Clypeus weniger hoch als 2x Durchmesser der vorderen Mittelaugen; Cheliceren immer ohne laterale Stridulationsrillen (Cheliceren meist mit lateralem proximalen Höcker; proximales Paracymbium des männlichen Tasters fast immer relativ klein und glänzend (vgl. Tetragnathidae); in Radnetzen mit geschlossener Nabe; oft grössere oder grosse und kräftige Spinnen; meist mit relativ kurzen, kräftigen bestachelten Beinen)

Araneidae

- Anders

  47  

47
(46)
Clypeus normalerweise höher als 2x Durchmesser der vorderen Mittelaugen; wenn weniger hoch (Tapinopa, Poeciloneta), dann Cheliceren mit seitlichen Stridulationsrillen; Laterale Höcker der Cheliceren fehlend. (In Baldachin- oder Deckennetzen. Artenreichste Familie mit sehr vielen mittelgrossen und kleinen Arten. Grössere Arten mit langen und relativ dünnen Beinen (Bestachelung variabel), nicht kräftig gebaut. Achtung: Stridulationsrillen können schwierig zu erkennen sein: starke Vergrösserung und indirekte Beleuchtung!)

Linyphiidae

- Prosoma mit auffallend verlängerter Fovea; Cymbium des männlichen Pedipalpus mit gezähntem Höcker; in Europa nur mit eine Gattung vertreten (Frankreich, Italien und Spanien)

Pimoidae

48
(31)
Tarsus I mit 3 dorsalen Trichobothrien

  49  

- Tarsus I mit mindestens 4 dorsalen Trichobothrien

  50  

49
(48)
Vordere Spinnwarzen um das Doppelte ihres Durchmessers getrennt (Männchen mit sehr langem, nach hinten bis weit über die Patella hinausziehenden Embolus; Weibchen entsprechend mit langen, unregelmässig verlaufenden Einführgängen, die durch die Epigyne hindurchscheinen; myrmecophil, sehr selten)

Dictynidae
(Mastigusa)

- Vordere Spinnwarzen um ihren Durchmesser getrennt. Embolus und Einführgang kürzer

Hahniidae
(Cryphoeca)

50
(48)

Vordere Spinnwarzen um mindestens ihren Durchmesser getrennt. (Hintere Spinnwarzen etwas länger als vordere - Unterschied zu Textrix (Agelenidae), wo die vorderen Spinnwarzen um etwa ihren Durchmesser getrennt sind, die hinteren Spinnwarzen aber ca. doppelt so lange sind wie die vorderen)

Dictynidae
(Cicurina, Chorizomma)

- Vordere Spinnwarzen um weniger als ihren Durchmesser getrennt

  51  

51
(50)
Hintere Spinnwarzen deutlich (etwa 2x) länger als vordere

  52  

- Hintere Spinnwarzen mehr oder weniger gleich lang oder kürzer wie vordere

  53  

52
(51)

Kopfregion breit und seitlich abgerundet; Thoraxregion < 1,5 mal so breit wie Kopfregion; Bein I etwa körperlang. (Männlicher Taster mit je einer Apophyse auf Tibia und Patella)

Agelenidae
ad part. (Coelotes s.l.)

- Kopfregion schmäler, seitlich beinahe rechtwinkelig abgesetzt; Thoraxregion > 1,5 mal so breit wie Kopfregion; Bein I deutlich länger als Körper. (Männlicher Taster meist ohne Apophyse auf der Patella - Ausnahme: Agelena)

Agelenidae

53
(51)

Cribellate Spinnen (Ausnahme Gattung Ovtchinnikovia); Cheliceren an der Basis knieartig vorgewölbt

  54  

- Ecribellate Spinnen; Cheliceren nicht knieartig vorgewölbt

Cybaeidae

54
(53)

Labium an der Basis deutlich verengt; Calamistrum 2-reihig; Cheliceren der Männchen ohne seitliche Stacheln; Habitus dorsal wie Abb.

Amaurobiidae

-

Vordere Mittelaugen ca. 1.4x grösser als vordere Seitenaugen. Embolus lang und S-förmig.
Badumna longinqua in Deutschland eingeschleppt, in Gewächshäusern

Desidae

55
(27)
Tracheenstigma etwa in der Mitte zwischen Epigastralfurche und Spinnwarzen gelegen; dorsales Zeichnungsmuster wie Abb.

Anyphaenidae

- Tracheenstigma knapp vor den Spinnwarzen gelegen

  56  

56
(55)

Spinnwarzen apikal mit auffälligen Fiederhaaren

Prodidomidae

- Spinnwarzen anders

  57  

57
(56)

Basalglieder der Spinnwarzen zylindrisch und meist lang; hintere Mittelaugen oft oval, nierenförmig oder eckig; bei der Gattung Micaria sind die hinteren Mittelaugen oval (gutes Erkennungszeichen für viele Gnaphosidae), aber die Spinnwarzen meist kurz, sie erscheinen daher untypisch; hier helfen als Merkmale zum Erkennen der Besitz weisser oder metallisch glänzender Schuppenhaare auf Körper und Beinen, der ameisenartige Habitus und eine meist vorhandene sattelförmige Einschnürung des Opisthosoma

Gnaphosidae

- Basalglieder der Spinnwarzen (manchmal nur leicht) konisch

  58  

58
(57)
Vordere Spinnwarzen konisch, subdistal mit sklerotisiertem Ring; Tarsen pseudosegmentiert, bei konservierten Exemplaren häufig gebogen; in Europa nur mit einer Art vertreten (Griechenland)

Cithaeronidae

- Anders

  59  

59
(58)

Beine ohne Stacheln; Metatarsen I und II aber mit 2 Reihen kurzer Dörnchen

Corinnidae
incl. Trachelidae + Phrurolithidae ad part.

- Beine mit Stacheln

  60  

60
(59)
Grosse, robuste, cribellate Spinnen, ähnlich einer grossen Lycoside; Habitus wie Abb.

Zoropsidae

- Anders

  61  

61
(60)
Breite des Augenfeldes so breit wie halbe Prosomabreite, meist aber deutlich > 1/2 der grössten Breite des Prosoma; Labium deutlich länger als breit

  62  

-

Breite des Augenfeldes < 1/2 der grössten Breite des Prosoma

  63  

62
(61)

Hintere Spinnwarzen mit 2 Segmenten, das distale Segment kurz und abgerundet; Beine kurz und kräftig, Bein II länger als Bein I; hintere Augenreihe deutlich länger als vordere; Prosoma dorsal median mit Furche; Augen und Spinnwarzen wie Abb.

Clubionidae

- Hintere Spinnwarzen mit 2 deutlichen Segmenten, das distale Segment konisch; Beine lang, Bein I wesentlich länger als Bein II; hintere Augenreihe nicht länger als vordere; Prosoma dorsal ohne Furche

Miturgidae

63
(61)

Vordere Augenreihe prokurv

Corinnidae
incl. Trachelidae + Phrurolithidae ad part.

- Anders

  64  

64
(63)
Vordere Augenreihe gerade; Augen oft nahe beisammen

Liocranidae

-

Anders

Corinnidae
incl. Trachelidae + Phrurolithidae ad part.

-

Weitere Familie (beinhalted neu die Gattung Cheiracanthium):

Cheiracanthiidae

-

Weitere Familie (beinhalted neu die Gattungen Liophrurillus, Orthobula, Phrurolinillus, Phrurolithus) . Siehe Corinnidae.

Phrurolithidae

-

Weitere Familie (beinhalted neu die Gattungen Cetonana, Metatrachelas, Paratrachelas, Trachelas). Siehe Corinnidae.

Trachelidae